Rückfahrt

Nachdem wir den nördlichsten Punkt unserer Reise erreicht und mit unserem Whale Watching „erfolgreich“ abgeschlossen haben geht es nun langsam wieder Richtung Süden. Bevor wir die Fähre in Tomakomai erreichten besuchten wir einen Fischmarkt in Kushiro, aßen dort standesgemäß Sashimi (man holt sich eine Schüssel Reis an einem Verkaufsstand je nach Hunger in der gewünschten Größe und geht anschließend zu einem der Sashimi Stände und sucht sich dort seinen frischen Fisch aus) es gibt natürlich alles was das Meer zu bieten hat: diverse Muscheln, Seeigel, und alle möglichen unterschiedlichen Qualitäten der diversen Fischsorten, von denen wir auch einige probieren (Wal ist auch mit dabei).

Lasse übt sich mit Stäbchen

Nach dem zweiten Frühstück geht es weiter nach Obihiro, wo wir am Abend durch nette Straßen mit winzigen Lokalen schlendern und uns auch für eine größere „Garküche“ entscheiden, in die neben uns noch drei weitere Gäste passen, und sehr original und lecker speisen. Da es mittlerweile schon sehr spät geworden ist übernachten wir nur an einem besseren Park und fahren am nächsten Tag zur Fähre, die uns zurück auf die Hauptinsel Honshu bringen soll.

Am Fährterminal angekommen erkennen wir, dass der Verkaufsstand erst wieder zur nächsten Abfahrt am Abend geöffnet hat, so dass wir uns bis dahin die Zeit in diversen Shoppingmalls vertreiben. Wir haben uns für die 05:00Uhr Fähre am Morgen entschieden (mit den Kindern beginnt der Tag sowieso recht früh und anschließend bleibt dann auch noch ein wenig Zeit um Strecke nach Süden zurückzulegen). Leider stellten wir am Abend fest dass man zwar ein Ticket reservieren kann, jedoch noch nicht kaufen, so dass die Jungs dann doch am nächsten Morgen direkt um 04:00Uhr vor dem Schalter standen (wir parkten an einem kleinen Park direkt am Fähranleger, so dass es nur 5min Fußweg zum Terminal waren). Während die Jungs das Ticket kauften, habe ich den Van umgebaut und Lisa angezogen, so dass wir pünktlich zur Abfahrt auf die Fähre gefahren sind. Wir waren auch das einzige Auto – es waren ansonsten nur LKW Auflieger an Bord und 5–6 LKW Fahrer… so dass wir auch wieder ein „Abteil“ also eine Liegewiese (die eigentlich für 47 Leute vorgesehen ist) für uns hatten. Da die Fahrtstrecke dieses Mal deutlich länger war (mit 8h) und auch mehr über das offene Meer ging, schwankte das Schiff im frischen Wind auch mächtig, so dass der Großteil der Familie sich durch das ständige Stampfen und Rollen ziemlich unwohl fühlte. Wir legten uns also nach dem Frühstück ziemlich schnell auf unsere Matten und dösten und schliefen so vor uns hin…

Nachdem die größten Wellen überstanden waren machte der Onsen (also das schiffseitige Duschbad) auch wieder auf, welches wir auch ausgiebig nutzten – erst säubern und duschen auf den Schemeln und dann in die riesige Badewanne (angenehm auf 39Grad temperiert) zur Entspannung. Es schwappte zwar immer noch bei der ein oder anderen Welle, aber man konnte sich zumindest wieder normal auf den Beinen halten (außerhalb des Badebeckens). Anschließend noch ein schnelles Mittagessen mit „Fertignudeln“ und Suppe bevor es im Auto wieder Richtung Landesmitte von Honshu ging.

Nach der schwankenden Fahrt wollten wir allerdings nicht mehr allzu weit fahren und bogen bald von der Haptstraße ab, wo wir ein idyllisches Plätzchen an Reisfeldern fanden, an denen Lasse Dämme bauen und Martin Kleintiere fotografieren konnte.

Inzwischen sind wir wieder am Meer angekommen, wo schicke Küstenformationen und Badestrände auf uns warten.

2 Gedanken zu „Rückfahrt“

    1. Ja, alles roh. Austern isst man auf Sylt und anderswo in Europa ja auch roh 😉
      Thunfisch schmeckt hier übrigens so lecker, dass wir den regelmäßig zum Abendessen haben!

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